Ein äquilibristisches Kabinettstück, verblüffend bis zum letzten Satz. [...] Mit dem Sinn fürs scheinbar Abseitige, akribischer Recherche und einer gehörigen Portion sprachlichem Übermut gelingt Francis Nenik das Kunststück, aus den Lebensläufen von vier vergessenen Schriftstellern eine Art Mikrogeschichte des irrwitzigen 20. Jahrhunderts selbst zu destillieren.

 

Nils Kahlefendt auf MDR Kultur (Radio) am 6.7.2016

 

"... das alles erzählt Nenik in einem ironischen, spitzen und doch liebevollen Ton, weil er diesen unangepassten Grabner nicht nur versteht, sondern auch seine Not wiedererkennt [...] Was jetzt klingt, als hätte Nenik so eine Art politischen Roman geschrieben. Hat er aber nicht. Eher ist es ein Schelmenroman, den er hier vorlegt. [...] So betrachtet ist das Buch auch eine Bestandsanalyse für ein Land, in dem die zur Macht gekommenen alles taten, alle Eigenständigkeit und alles Selbstbewusstsein auszuradieren. [...] Nenik hat so ganz nebenbei mit geschildert, wie autokratische Gesellschaften funktionieren."

 

Ralf Julke in der Leipziger Internetzeitung vom 28.07.2016

 

"Hier legt Nenik ein atemberaubendes erzählerisches Talent an den Tag und schickt seine Hauptfigur durch die Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts [...] Nenik erzählt diese wundersame Irrfahrt durch die Geschichte, bei der man sich bisweilen wie im Autoscooter hin- und hergeworfen fühlt, mit einer unerhörten Spritzigkeit."

 

Fabian Thomas, The Daily Frown vom 21.02.2016

 

"Mit 'Groteske der Geschichte' ist ihm ein ungewöhnliches literarisches Zeugnis gelungen. Aus der Distanz des Nachgeborenen [...] gelingt es ihm, erstaunlich leicht und sprachlich verwegen Grabners Geschichte zu erzählen."

 

Grit Weirauch, Potsdamer Neueste Nachrichten vom 26.03.2016