"Mit Sinn fürs scheinbar Abseitige, akribischer Recherche und einer gehörigen Portion sprachlichem Übermut gelingt Francis Nenik das Kunststück, aus dem Lebenslauf eines zu Unrecht Vergessenen eine Art Mikrogeschichte des irrwitzigen 20. Jahrhunderts selbst zu destillieren."

 

Nils Kahlefendt im Deutschlandfunk "Büchermarkt" vom 20.07.2018

 

 

"... ein plastisch erzähltes Stück deutscher Geschichte."

 

Jörg Schieke, MDR Kultur (Sachbuch der Woche), vom 04.07.2018

 

 

"Nenik scheint nicht nur ein ebenso obsessiver wie begnadeter Rechercheur mit Trüffelschweinsnase zu sein. Er kann auch schreiben. Und wie. In seinem angenehm dimensionierten 192-Seiter vermählen sich satte Spurenelemente des Erzähltalents angelsächsischer Historiker inklusive Ich-Perspektive mit der Lust von Schelmenromanciers am Fabulierstil."

 

Oliver Reinhard in der Sächsischen Zeitung vom 16.05.2018

 

 

"Francis Nenik, dieser lustvolle Erzähler [...] hat im kleinen Zeh mehr Gefühl für die Rasanz der Zeitläufe als Heerscharen professioneller Historiker in all ihren klugen Köpfen. [...] Zur Nachahmung sehr empfohlen!"

 

Alexander Solloch auf NDR-Kultur vom 12.04.2018, Buch der Woche.

Den Beitrag gibt's hier zum Nachhören und hier zum Nachlesen.

 

 

"Nenik führt mit unbekümmerter Fabulierlust gewitzt durch die Zeit [...] ein bemerkenswertes Denkmal."

 

Dimo Rieß in der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2018

 

 

"Francis Nenik mit Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert, wo Geschichte erzählt wird, wie man es wohl noch nie erlebt hat, rasant, subjektiv und witzig."

Fabian Thomas auf The Daily Frown am 13.06.2018

 

 

"Dem Verlag Voland und Quist und dem Autor ist zu danken, uns diesen Mann [Hasso Grabner] in einem großartig geschriebenen und
recherchierten Roman wiedergegeben zu haben."

 

Gregor Hantusch in der f.f.dabei (Beilage zur TV Today), 18/2018

 

 

"Seit seinem [Grabners] Tod 1976 vergessen, kann man nun dieses wechselhafte, ungewöhnliche Leben nachlesen. In einer Erzählung, die das Nüchterne und das tapfere Schelmentum harmonisch zusammenbringt."

 

Hansruedi Kugler, Luzerner Zeitung vom 04.07.2018

 

 

"Francis Nenik, ein Autor, der ganz im Verborgenen lebt, schreibt hier über einen Autor, der so vergessen ist, dass man auch an ihn vorerst nicht recht glauben kann. Unglaublich auch das Auf und Ab der Karriere von Hasso Grabner, der als Kommunist in der NS-Zeit erst im KZ Buchenwald saß, dann in die Strafdivision 999 kam und nach dem Krieg eine wechselreiche Karriere als Wirtschaftsfunktionär in der DDR erlebte; durch sämtliche Gassen dampfte, so Nenik, der seinerseits rasant und putzmunter schreibt."

 

Judith von Sternberg in der Frankfurter Rundschau vom 07.06.2018

 

 

"Es ist faszinierend, von ähnlichen [= kaleidoskopischen] Verfahren anderer Autoren am Gegenstand von Biografien selbst solcher Personen zu erfahren, die - wie Marcel Beyer als darin geübter Spezialist sagt - 'an einer bestimmten Stelle des zwanzigsten Jahrhunderts präsent waren, von denen man aber nicht weiß, ob sie am Rand oder im Zentrum standen', bevor sie wieder verschwanden. Beyer stellte Francis Neniks 'Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert. Das irrwitzige Leben des Hasso Grabner' (2018) vor, die Biografie eines Verschwundenen, verfasst von einem Autor, der sich seinerseits hinter dem verschwundenen Objekt unsichtbar macht, indem er etwa darauf achtet, dass kein Bild von ihm kursiert. Es handelt sich um die unter einem Pseudonym verfasste, akribisch betriebene und beschriebene Recherche nach einer von den Bühnen ihres Lebens verschwundenen Figur, von der nur noch archivarisch verstreute Fragmente existieren."

 

Volker Breidecker in der Süddeutschen Zeitung vom 11.06.2018

anlässlich des Festivals "LiteraTurm" in Frankfurt/Main.

 

 

"Schnell zieht Francis Nenik den Leser mit seinen Schreibstil in den Sog."

Deutschlandfunk, Sendung "Andruck" vom 11.06.2018

 

"Mit viel Humor und Sachkenntnis plaudert Francis Nenik über Grabner. [...] Man merkt dem Autor an, wie viel Spaß es ihm macht, diese Geschichte zu erzählen [...] für den Leser ein Genuss."

 

Literaturblog Sabine Ibing vom Oktober 2018

 

 

* Die nachfolgenden Rezensionen beziehen sich auf eine ältere Ausgabe des Textes. (enthalten in "Doppelte Biogafieführung", Spector Books 2016). Für die von Voland & Quist 2018 vorgenommene Neuveröffentlichung (siehe die Rezensionen oben) wurde der Titel in "Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert" geändert. Zudem wurde der Text überarbeitet und um ein Nachwort des Autors ergänzt. Dem Buch liegt darüber hinaus CD bei, auf welcher der Bücher-Preisträger Marcel Beyer aus dem Text liest.

 

"Ein äquilibristisches Kabinettstück, verblüffend bis zum letzten Satz." 

Nils Kahlefendt auf MDR Kultur (Radio) am 6.7.2016

 

"... mitreißend geschrieben..."

 

Clara Ehrenwerth, Kreuzer Leipzig, Heft 3/2017

 

"... das alles erzählt Nenik in einem ironischen, spitzen und doch liebevollen Ton, weil er diesen unangepassten Grabner nicht nur versteht, sondern auch seine Not wiedererkennt [...] Was jetzt klingt, als hätte Nenik so eine Art politischen Roman geschrieben. Hat er aber nicht. Eher ist es ein Schelmenroman, den er hier vorlegt. [...] So betrachtet ist das Buch auch eine Bestandsanalyse für ein Land, in dem die zur Macht gekommenen alles taten, alle Eigenständigkeit und alles Selbstbewusstsein auszuradieren. [...] Nenik hat so ganz nebenbei mit geschildert, wie autokratische Gesellschaften funktionieren."

 

Ralf Julke in der Leipziger Internetzeitung vom 28.07.2016

 

"Hier legt Nenik ein atemberaubendes erzählerisches Talent an den Tag und schickt seine Hauptfigur durch die Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts [...] Nenik erzählt diese wundersame Irrfahrt durch die Geschichte, bei der man sich bisweilen wie im Autoscooter hin- und hergeworfen fühlt, mit einer unerhörten Spritzigkeit."

 

Fabian Thomas, The Daily Frown vom 21.02.2016

 

"Mit 'Groteske der Geschichte' ist ihm ein ungewöhnliches literarisches Zeugnis gelungen. Aus der Distanz des Nachgeborenen [...] gelingt es ihm, erstaunlich leicht und sprachlich verwegen Grabners Geschichte zu erzählen."

 

Grit Weirauch, Potsdamer Neueste Nachrichten vom 26.03.2016