"Ein Roman wie eine Wundertüte."

 

Deutschlandradio Kultur vom 03.08.2012

 

"Eine geradezu barocke liebe des Autors zum Substantiv trifft auf einen fast naturalistischen Beschreibungswahn, der sich in Kaskaden von Partizipien manifestiert: werdend, habend, lallend und sofort. Das ist nicht einfach zu verfolgen, aber sprachgewaltig. Vor allem, weil das munter auf-, ab- und austretende Personal in den verschiedensten Registern spricht. [...] Vor allem in sachen Sprachspiel ist dieses Buch stark. Alle paar Seiten findet sich eine wirkliche Perle."

 

Zeit-Online vom 26.06.2012

 

"Neniks Roman ist umso größer, je weniger sich die Dinge bewegen. Es ist ein kunstvolles Verweilen, Innehalten und Betrachten, aus dem ein Ensemble dutzender grandios geschilderter Szenen enstpringt [...] Das hat enorme sprachliche Eleganz und Virtuosität und ist oft hohe Literatur mit einem ausgeprägten Sinn für Komik. Aber auch niedere literarische Formen wie Ulk und Klamauk haben hier Raum, selbst die Zote wird nicht gescheut. Kaum einer der Protagonisten trägt einen realistischen Namen, kaum einer führt ein sinnvolles Gespräch, die Dialoge scheinen aus Comics zu stammen. [...] Ein wenig windschnittiger, ein wenig angepasster wäre nicht schlecht gewesen. aber manche Geister können sich mit Konventionen nicht arrangieren: Größe liegt oft im überschreiten des Kleinen. Man denke an Hans Henny Jahnn oder Arno Schmidt, manche müssen es eben anders machen. Und Francis Nenik ist so ein Andersmacher."

 

Aléa Torik in: Der Freitag vom 26.04.2012

 

"XO ist ein zahmes Ungeheuer, das die Monster-AG desertierte, weil es dort einfach zu harmlos zuging. Der Roman treibt mittlerweile unabhängig Revolte. Manche beschreiben ihn ehrfürchtig als Ungetüm, andere beschreiben ihn realitätsnah als unglaublich und unumgänglich."

 

Joshua Groß in Persona non Grata vom 02.04.2013

 

"... das macht Spaß in diesem Konvolut von Blättern zu lesen, zu den Kapiteln zu springen, die manchmal nur aus einem Satz, dann wieder mehrere Seiten lang sind. Sie können von vorne beginnen, aber auch wahlweise durch die Kapitel springen – ähnlich Cortázar's Rayuela – vielleicht ein Vorbild für den Autor, diesen Sprachartisten?"

 

Klaus Bittner in Buchreport.Express 39

und auf der Webseite seiner Buchhandlung 

 

"Als Leser beobachtet man die Figuren und Szenen und obwohl alles irgendwie merkwürdig erscheint, kommt es einem verdächtig vertraut vor. Nenik weiß mit Sprache umzugehen wie kein anderer. Er bildet aus Worten Geschichten, aus Metaphern Geschichten, aus Allegorien Geschichten, aus Metonymien Geschichten... Ich kann nichts anderes sagen als: lest es!"

 

Kult-Literaten.de vom 15.04.2012

 

"Es ist ein Roman, sicher, aber er funktioniert ein wenig anders. Bereits das Exposé ist ein Abenteuer, in dem Nenik verschweigt, wo die Reise im Buch hingeht. Im Buch selbst spielt er mit so ziemlich allem, was an sprachlichen oder schriftlichen Möglichkeiten denkbar ist. Irgendwann wird der Text für eine Weile zweispaltig, er setzt Fußnoten, macht Anmerkungen am Rand oder streicht ganze Passagen wieder - der Leser erlebt bei seiner Lektüre sozusagen mit, welche Passagen dem Autor später scheinbar unpassend erschienen."

 

laubet.de vom 25.03.2012

 

"Figuren verschwinden und tauchen wieder auf. Es gibt Fußnoten, zweispaltig gesetzte Parallelhandlungen, es gibt Seiten mit Korrekturen an den Rändern und welche mit geschwärzten Passagen [...] Dieses Buch ist ein Puzzle, ein Spiel."

 

Leipziger Volkszeitung vom 05.04.2012

 

"Die Atmosphäre, die sich in den kurzen, langen, geschwärzten oder befußnoteten Kapiteln zwischen kühnster Wortabenteuer, reinster Poesie und Fäkalsprache entspinnt, ist eine düstere, allerdings durchwirkt von heiteren Momenten."

 

Logbuch. Kreuzer Beilage zur Leipziger Buchmesse 2012

 

 

"Die kostenlose PDF-Version erleichtert es, kreuz und quer durch 'XO' zu surfen. [...] Gleichwohl sind diese aleatorischen Projekte mehr als bloße intellektuelle Gags. Sie sind im tiefsten Wortsinn poetisch, da von ihnen eine Wirkung ausgeht, die sich der Sprache entzieht: zeigen sie mir doch, wie ich reagiere, wenn ich den Faden verliere, mich verirre, nach Orientierung suche. Sie machen mir klar, wie erschütterbar mein Bewusstsein im Ernstfall ist. Weil diese Literatur kein 'es ist, wie es ist' zulässt, ist sie vom Realismus so weit entfernt wie der Nord- vom Südpol."

 

elke heinemann in der faz vom 03.09.2015