Dieses Buch erzählt nicht nur die Geschichte eines Hauses, es erzählt die Geschichte einer Zeit.


Amerika in den Jahren 1942 bis 1952. Der Schriftsteller Thomas Mann hat mit seiner Familie Exil in Kalifornien gefunden. In den Hügeln westlich von Los Angeles, in Pacific Palisades, bewohnt er eine Villa, die wegen der sieben auf dem Grundstück stehenden Palmen "Seven Palms" genannt wird. Zehn Jahre lang ist das Haus das Zentrum von Thomas Manns Schaffen, zugleich aber auch ein Treffpunkt für viele der rund um Los Angeles lebenden Emigranten.


In Form eines literarischen Essays schildert Francis Nenik erstmals detailliert die Geschichte dieses Hauses. Dabei erzählt er nicht aus dem Leben der Manns, sondern gibt auch denjenigen eine Stimme, die das Haus geplant, gebaut und in ihm gearbeitet haben. Fast alle diese Personen waren bislang unbekannt oder wurden im Laufe der Jahre vergessen. Ihre Erlebnisse bilden - zusammen mit denen der Familie Mann - das Panorama, vor dem sich eine Vielzahl zum Teil abenteuerlicher Geschichten entfaltet. Sie reichen von Los Angeles über ein Kriegsgefangenenlager in der kalifornischen Wüste und das besetzte Frankreich bis ins Deutschland des Nationalsozialismus.

 

Die Erzählung ist kombiniert mit Fotografien von Sebastian Stumpf. Im Januar 2017 besuchte er das leerstehende und kurz zuvor von der deutschen Regierung gekaufte Anwesen. Dem Verlauf eines Tages folgend entstanden präzise Aufnahmen eines Zwischenzustandes. Sie zeigen ein verlassenes Haus, in dem nur noch wenig von der einstigen Anwesenheit der Familie Mann kündet.